2005 | Dr.-Ing. Jürg Sparman

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Der Lifetime Award wird an Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung oder Politik, die sich um die Entwicklung und Verbreitung von Entscheidungs- und Optimierungsmethoden im Verkehrswesen verdient gemacht haben, verliehen.

Dies trifft für Herrn Dr.-Ing. Jürg Sparmann in ganz besonderem Maße zu, wie Herr Prof. Keller in seiner Laudatio hervorhob. Keller geht auf den Lebensweg von Dr. Sparmann und auf einige Stufen seines bisherigen Lebenswerks ein, die für den Lifetime Award der Stiftung heureka, also für das Wirken für Entscheidungs- und Optimierungsmethoden im Verkehrswesen, bedeutsam waren.

Bereits an der TU Berlin war die Entwicklung eines Steuerungsalgorithmus für eine Wechselspuranlage Heerstraße in Berlin Thema seiner Diplomarbeit und während seiner Assistentenzeit in Berlin hat er sich mit der Leistungsfähigkeit nicht lichtsignalgeregelter Knotenpunkte auseinandergesetzt. Die Dissertation befasste sich mit der Entwicklung eines Modells zur optimalen Leerfahrzeugverteilung in einem Kleinkabinenbahnsystem. Ein Stipendium im Rahmen einer IRF-Fellowship ermöglichten ihm den Aufenthalt an der University of California at Berkeley bei Prof. Daganzo. Dort promoviert Sparmann mit einem konometrischen Modell mit dem Schwerpunkt trinominaler Probit- und Logitmodelle.


Präsident Dr.-Ing. Jürg Sparmann erhält Lifetime Award 2005 der Stiftung heureka

Auch sein nächster Lebensabschnitt die Praxis liest sich wie eine Wanderung durch die renommierten Verkehrsprojekte der vergangenen Jahrzehnte, so Keller:

  • freier Mitarbeiter der IABG, mit dem Thema Rufbus-Projekt im Bodenseekreis,
  • SNV Studiengesellschaft Nahverkehr in Berlin mit dem Telebusprojekt einem Fahrdienst für Behinderte,
  • das ÖPNV-Modellvorhaben im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge oder
  • das Leitsystem für Autofahrer der Firma Siemens.

In allen Projekten ist das schwierige Optimierungsproblem: Steigerung der Angebotsqualität und Minimierung der Kosten zu lösen.

Auch im nächsten Lebensabschnitt Sparmanns in der Verwaltung als Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen in Wiesbaden bleibt sein Engagement im Bereich der Verkehrsforschung deutlich erkennbar. Erneut wird er mit der Erprobung von Telematikvorhaben konfrontiert. Hier sind die folgenden Projekte zu nennen:

  • der Feldversuch zur Erprobung der individuellen Verkehrsbeeinflussung mit dem System (RHAPIT) - vorgetragen auf der HEUREKA 1993
  • das EU Demonstrationsprojekt in Hessen ENTERPRICE, das den Aufbau und Betrieb einer intermodalen Mobilitätszentrale zum Inhalt hatte,
  • das Projekt WAYFLOW, das eines der fünf Leitprojekte des BMBF zur Sicherung der Mobilität in Ballungsräumen war. Dieses Projekt wurde möglich, da sich das Land Hessen sich schon frühzeitig um den Aufbau eines Verkehrsmanagementsystems bemüht hat mit dem Erfolg, dass Hessen heute über eine der modernsten Verkehrsleitzentralen in Deutschland verfügt, und ganz aktuell ist
  • die InitiativeStaufreies Hessens 2015.

Herrn Prof. Keller würdigt Herrn Dr. Sparmann, der auch Vorsitzender des Vorstandes der Forschungsgesellschaft ist und in dieser Funktion die HEUREKA stets unterstützt hat, zusammenfassend und betont:

"Sie erhalten den Preis für ihre Beitrge zur inhaltlichen Entwicklung der Entscheidungs- und Optimierungsmethodik im Verkehrswesen sowie für ihre institutionellen Aktivitäten, die Entscheidungs- und Optimierungsmethoden in Wissenschaft, Praxis und Verwaltung zum Einsatz zu bringen. Die Stiftung heureka und damit auch der Arbeitskreis Entscheidungs- und Optimierungsmethoden ist hocherfreut auf diese Weise ihren Vorsitzenden der FGSV, den Präsidenten des HLSV - für einen Teil seiner Lifetime - zu ehren."

Herr Dr. Heck überreicht die Statuette, die von dem Künstler Gerd Gartlgruber speziell für diesen Award gestaltet wurde, und gratuliert herzlich im Namen der Stiftung.

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